25 Jahre Sportstiftung Hessen – eine Säule des Sportlandes Hessen

Am vergangenen Freitag (02.10.2026) hat die Sportstiftung Hessen ihr 25-jähriges Bestehen bei der Frankfurter Rudergesellschaft Germania am Mainufer gefeiert. Erinnerungen aus der Anfangszeit wurden lebendig und die Stärken der heutigen Stiftung herausgestellt.

„Ich hatte so viele helfend Hände. Das war auch mal der Kaffee im Büro, da war ganz viel Menschlichkeit, die uns getragen hat“, sagte die frühere Weltklasse-Hochspringerin Ariane Friedrich. Sie brachte auf den Punkt, was die Sportstiftung Hessen grundlegend auszeichnet: Ein funktionierendes Team, das finanzielle Unterstützung mit emotionaler Nähe verknüpft.

„Das Besondere ist ja, dass die Sportstiftung Hessen nicht nur ein Geldgeber ist. Die Förderung ist ganzheitlich, mit einem individuellen Blick auf die jeweilige Lebenssituation“, bestätigte Juliane Kuhlmann. Die Präsidentin des Landessportbundes Hessen e.V. hob auch das Selbstverständnis der Sportstiftung Hessen hervor: „Die Stiftung hinterfragt sich und zeigt Innovationskraft.“  

Das Land Hessen schenkt 10.000 Euro zum Geburtstag

Möglich werden diese Innovationen auch deshalb, weil die Sportstiftung Hessen vollkommen eigenständig organisiert ist. Dadurch kann sie praxisnah arbeiten und eigene Ansätze und Ideen zur Weiterentwicklung des Sportlandes Hessen beisteuern. „Die Sportstiftung Hessen ist neben dem Land und dem Landessportbund Hessen zu einer tragenden Säule der Sportförderung in Hessen gereift,“ sagte Diana Stolz anerkennend. Die Hessische Sportministerin und Kuratoriumsvorsitzende der Sportstiftung Hessen brachte auch 10.000 Euro vom Land Hessen als Geburtstagsgeschenk mit! Dies verknüpft mit einer Grußbotschaft des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein, der die Bedeutung des Nachwuchssports, für den sich die Stiftung in besonderem Maße einsetzt, hervorhob: „Ein starkes Sportland erkennt man nicht nur an den Medaillen, sondern am Einsatz für den Nachwuchs.“    

Ohne die Basis funktioniert es nicht

Die Vorstandsvorsitzende Ann Kathrin Linsenhoff dankte den Machern der Stiftung und brachte zum Ausdruck, wie vielschichtig sich die Arbeit der Sportstiftung Hessen gestaltet. Dabei war es ihr wichtig hervorzuheben, dass bei der Förderung zwischen olympischem und paralympischem Sport noch nie ein Unterschied gemacht wurde. Mit Athleten- und Trainerstipendien sowie der Unterstützung von Athletinnen und Athleten aus dem nichtolympischen Spitzensport als auch aus dem Bereich der Special Olympics hat die Sportstiftung Hessen ihr Förderpaket abgerundet. Hinzu kommen mit dem LOTTO Hessenteam sowie mit dem Perspektivteam Hessen Instrumente, die sowohl die Spitze als auch die aussichtsreichsten Talente im Nachwuchsleistungssport stärken: „Wir haben die Vorbilder und die Nachwuchsathleten. Über ein stimmiges Umfeld hinaus, wird die finanzielle Unabhängigkeit nach oben immer wichtiger.“

Davon profitiert auch Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler. Das Mitglied des LOTTO Hessenteams der Sportstiftung Hessen (Frankfurter RG Germania) hat in Hessen die besten Voraussetzungen gefunden, um seinen Sport auf Weltklasseniveau auszuüben und war extra nach Frankfurt gereist. Zeidler, der in diesem Jahr in Amsterdam einmal mehr Weltmeister im Einer wurde, geht trotz Hochleistungssport dreimal in der Woche einer Berufstätigkeit nach. Auf diese Weise sichert er sich seine Zukunft im Leben nach dem Sport.

Eine verlässliche und nachhaltige Förderung

Seit Gründung der Sportstiftung Hessen im Jahr 2001 sind bereits 13 Mio. Euro an 1.800 Sportlerinnen und Sportler in mehr als 50 verschiedenen Sportarten geflossen. Das ist eine starke Bilanz, die auch Dr. Rolf Müller ein bisschen stolz macht. Schließlich hat der frühere Präsident des Landessportbundes Hessen die Gründungsurkunde der Stiftung am 11. Dezember 2001 gemeinsam mit Volker Bouffier, dem damaligen hessischen Innen- und Sportminister, unterzeichnet.

Müller, der bei der Jubiläumsfeier ebenfalls anwesend war, erinnerte an die große Bedeutung, die die Zeit um das Millennium für den Sport in Hessen generell hatte. Damals wurde der Sport auch als Staatsziel in der Hessischen Verfassung verankert, bekam einen festen Sitz im hr-Rundfunkrat, wenig später (2005) wurde die Sportfördergruppe der Hessischen Polizei gegründet. Zahlreiche Athletinnen und Athleten, die dem schon seit 2003 existierenden Hessenteam der Sportstiftung Hessen (heute LOTTO Hessenteam) angehörten, schlugen daraufhin einen Berufsweg bei der Polizei ein – darunter auch Ariane Friedrich und der aktuelle geförderte Team-Weltmeister mit der Schnellfeuerpistole, Florian Peter, der beim Festakt in Frankfurt dabei war.  

Die Duale Karriere im Fokus

„Die Stiftung unterstützt auch bei der Dualen Karriere. Denn die Athletinnen und Athleten müssen an ihre Zukunft denken, sie brauchen eine nachhaltige und verlässliche Förderung“, sagte Juliane Kuhlmann, die auch den Stellenwert der Stiftung als Brückenbauer mit einem großen sozialen Netzwerk unterstrich. Dazu zählt die enge Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Hessen, der für die Laufbahnberatung für zahlreiche Geförderte zuständig ist. In diesem Sinne äußerte sich auch Sportministerin Diana Stolz: „Die Sportstiftung Hessen fördert die Menschen, um die sich im Sport alles dreht. Die Athleten stehen im Mittelpunkt und genau da gehören sie hin.“